Matthias Claudius (∗1740 – † 1815) war ein nordeutscher Dichter und Journalist – Lesen Sie hier einige seiner Weisheiten und Zitate!

By |2020-07-27T15:18:52+02:00Januar 3rd, 2019|
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Matthias Claudius (∗1740 – † 1815) , auch unter dem Pseudonym “Asmus” bekannt, war ein deutscher Dichter und Journalist der in Hamburg lebte und wirkte. Lesen Sie hier einige ausgewählte seiner Weisheiten.

Claudius wurde 1740 im Holsteinischen Reinfeld geboren und starb 1815 in Hamburg, wo er viele Jahre in Wandsbek lebte und arbeite. Eines der bekanntesten Werke von Claudius und zugleich eines der bekanntesten Werke der deutschen Literatur überhaubt ist das Abendlied, welches wahrscheinlich um 1778 in Wandsbek entstanden ist.

Altkanzler und Hamburger Helmut Schmidt sprach in einem Zeit Interview über Claudius “Er war ein begnadeter Naiver, gleichzeitig ein Romantiker, …”. Das Werk von Matthias Claudius beglitt ihm sein ganzen Leben lang. So wurde auf Schmidts Beerdigung auch das Abendlied gesungen.

Im folgenden können Sie einige Weisheiten von Matthias Claudius lesen:

Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles was Du sagst!

Was Du sehen kannst, das siehe, und brauche deine Augen. Und über das Unsichtbare und Ewige halte dich an Gottes Wort.

Heutigentags sagen und schreiben viele Gelehrte mehr, als sie wissen; in alten Zeiten wußten einige mehr, als sie schrieben.
Alle Menschen
haben eine Ahnung und Idee der Wahrheit in sich.

Niemand ist frei, der über sich selbst nicht Herr ist.

Sei gewiß, dass nichts dein Eigentum sei, was du nicht inwendig in dir hast.
Der Mensch ist für eine freie Existenz gemacht, und sein innerstes Wesen sehnt sich nach dem Vollkommenen, Ewigen und Unendlichen als seinem Ursprung und Ziel.

Urteile von einem Menschen lieber von seinem Handeln
als nach seinen Worten,
denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich.

Wo die Worte gar so leicht und behende dahinfahren, da sei auf deiner Hut; denn die Pferde, die den Wagen mit Gütern hinter sich haben, gehen langsameren Schrittes.
Die Liebe hemmet nichts.
Sie kennt nicht Tür noch Riegel
und dringt durch alles sich;
sie ist ohn’ Anbeginn,
schlug ewig ihre Flügel
und schlägt sie ewiglich.

Oft sind unvernünftige Gründe, die helfen, besser
als vernünftige, die nicht helfen.

Weil sie in ihrer Kunst Meister waren, so meinte ein jeder, er verstehe auch andere Dinge, große und kleine, meisterlich.
Wollst endlich sonder Grämen
aus dieser Welt uns nehmen
durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
lass uns in Himmel kommen,
du unser Herr und unser Gott.

Unser Erdenleben ist nur eine kleine Strecke
auf der ganzen Bahn unsrer Existenz.

Mit sich selbst in Frieden leben, ist wohl das höchste Glück auf Erden.
Und all das Geld und all das Gut
gewährt zwar viele Sachen;
Gesundheit, Schlaf und guten Mut
kann’s aber doch nicht machen.

Sitze nicht, wo die Spötter sitzen,
denn sie sind die elendsten unter allen Kreaturen.

Betrüge nicht; du hast nicht Rast
noch Ruh, wenn du betrogen hast.
Es gibt einige Freundschaften, die im Himmel beschlossen sind und auf Erden vollzogen werden.

Verlaß dich nicht auf diese Welt;
Sie ist Schaum, der zusammenfällt.

Mache niemandem graue Haare, doch wenn du recht hast, hast du um die Haare nicht zu sorgen.

Quelle des unveränderten original Beitragsbildes: pixabay.com (von Alexas Fotos); Lizenz: pixabay Lizenz.

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