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Die unten stehenden Tabellen zeigen die Einteilung der IPv4 – Nummern in die Netzklassen A, B, C, D und E sowie die für private Netzwerke reservierten IPv4 Adressbereiche innerhalb der Netzklassen A, B, C.  Erfahren Sie zudem mehr über das veraltete Konzept  der IP Netzklassen.

Hintergrund/Begrifflichkeiten

Das Internet Protocol (IP) ist die Grundlage für alle Anwendungen im Internet. Andere Protokolle wie das Transmission Control Protocol (TCM) und das User Datagram Protocol (UDP) bauen auf das Internet Protocol auf.

Aufgrund der Begrenztheit der 32bit langen IP-Nummern (theortische Anzahl: 232 = 4 Milliarden, praktisch sehr viel weniger!)  wurde 1998 das Internet Protocol Version 6 (IPv6) eingeführt, welches mit 128bit langen IP-Nummern arbeitet. Erst seit der Einführung von IPv6 wird  “alte” IP auch IPv4 genannt.

Die Versionsnummern 4 und 6 beziehen sich hierbei schlicht auf die Anzahl der 8bit Blöcke aus denen die IPv4 und IPv6 Nummern aufgebaut sind, geben also keine Chronologische Reihenfolge wieder.

Beispiele für IPv4 und IPv6 Nummern:

IPv4-Nummer:  239.255.200.205  (4 x 8 bit = 32bit Länge). Dargestellt durch 4 Blöcke 3-stelliger Dezimalzahlen im Wertebereich 0 bis 255.

IPv6-Nummer: 2001:0db8:85a3:08d3:0000:0000:0000:0001  (8 x 16bit = 128bit). Dargestellt durch 8 Blöcke von jeweils 4 gruppierten Hexadezimalzahlen (Jede Hexadezimalzahl repräsentiert 4 Bit).

Anmerkung: Die oben genannten IP-Nummern wurden von mir rein willkürlich gewählt!

IPv6 soll allmählich das alte Transportprotokoll IPv4 ab. Beide Protokolle werden heute parallel eingesetzt. Bis das IPv4 vollkommen abgeschafft werden kann, werden aber wahrscheinlich noch viele Jahre vergehen, da noch viele heute eingesetze Hard- und Software auf IPv4 basieren.

IPv4 Netzklassen

Die IPv4-Netzklassen wurden bis 1993 genutzt um den IP-Adressenbereich in Teilnetze zu unterteilen. Aus der Netzklasse kann die Größe eines Netzes abgeleitet werden. Dieses ist beim Routing wichtig um differenzieren zu können, ob sich eine Ziel-IP im eigenen oder einen fremden Teilnetzwerk befindet.

Übersicht der IPv4-Netzklassen:

Netz-
klassen
Präfix Bits Adressbereich Standard-netzmaske Netzlänge
mit Präfix
Netzlänge
ohne Präfix
Hostlänge in Bits Netze Hosts pro Netz CIDR Suffix
A 0… 0.0.0.0 – 127.255.255.255 255.0.0.0 8 Bit 7 Bit 24 Bit 128 16.777.214 (224-2) /8
B 10… 128.0.0.0 – 191.255.255.255 255.255.0.0 16 Bit 14 Bit 16 Bit 16.384

65.534 (216-2)

/16
C 110… 192.0.0.0 – 223.255.255.255 255.255.255.0 24 Bit 21 Bit 8 Bit 2.097.152 254 (28-2) /24
D 1110… 224.0.0.0 – 239.255.255.255 für Multicast Anwendungen
E 1111… 240.0.0.0 – 255.255.255.255 für zukünftige Zwecke reserviert

Da das  Verfahren  der Netzklassen sehr verschwenderisch mit den „knappen“ IP-Nummern umging wurde es bereits 1985 durch Subnetting ergänzt. Da die IP-Nummern aber immer knapper wurden, wurde 1993 das Konzept der Netzklassen schließlich durch das Classless Inter-Domain Routing (CIDR) ersetzt.

Private IPv4 Netzklassen

Heute hat das Konzept der Netzklassen kaum noch Praxisrelevanz. Jedoch wurden bei der Einführung der IPv4 Netzklassen damals in den Netzklassen A, B, C bestimmte IP Adressbereiche für private Netzwerke reserviert.

Diese privaten IPv4 Adressbereiche haben heute noch Praxisrelevanz und werden z.B. in jedem Heimnetzwerk (z.B. WLAN-Router) genutzt. Wichtig: Auf diese privaten IP-Nummern kann aus dem Internet heraus nicht direkt zugegriffen werden. Das bedeutet, dass  private Netze in der Regel auch vor Angriffen sicher sind.

Übersicht privater IP-Adressräume

Adressbereich CIDR Schreibweise Kurze CIDR-Schreibweise Anzahl Adressen Anzahl Netze und Netz-IDs gemäß Netzklasse
10.0.0.0 bis 10.255.255.255 10.0.0.0/8 224 = 16.777.216 Klasse A: 1 privates Netz mit 16.777.216 Adressen (10.0.0.0/8)
172.16.0.0 bis 172.31.255.255 172.16.0.0/12 172.16/12 220 = 1.048.576 Klasse B: 16 private Netze mit jeweils 65.536 Adressen (172.16.0.0/16 bis 172.31.0.0/16)
192.168.0.0 bis 192.168.255.255 192.168.0.0/16 192.168/16 216 = 65.536 Klasse C: 256 private Netze mit jeweils 256 Adressen (192.168.0.0/24 bis 192.168.255.0/24)

Quelle des Beitragbildes: pixabay.com (von geralt); Lizenz: pixabay Lizenz

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